Lege das Besteck ab, bevor du den ersten Bissen nimmst, und schenke ihm deine volle Aufmerksamkeit. Kaue langsamer, spüre die Texturen, bemerke den Moment des Schluckens. Erst dann greife erneut zum Besteck. Dieser winzige Ablauf unterbricht Gewohnheitsgeschwindigkeit. Viele merken, wie der Geschmack intensiver wird und Sättigung früher einsetzt. Nicht Kontrolle, sondern Präsenz führt hier, und genau das schenkt überraschend viel Zufriedenheit.
Halte kurz inne und nimm Farben, Formen und Düfte wahr. Frage dich: Was freue ich mich jetzt zu schmecken? Diese sensorische Vorschau stärkt den Kontakt zum Körper und beendet nebenbei-essen. Ein bewusster Atemzug davor macht den Unterschied. So entsteht ein kleines Ritual, das auch im Kantinentrubel funktioniert. Du trainierst, wahrzunehmen, statt zu bewerten, und nimmst dein Mahl als freundliche Pause wahr, nicht als Pflichterfüllung.
Zwischendurch halte inne und frage: Wo auf der Skala von hungrig bis satt liege ich gerade? Lege das Besteck kurz ab, atme einmal tief und lausche dem Bauchgefühl. Sättigung kommt oft in Wellen, nicht als lauter Gong. Indem du Wellen bemerkst, musst du nichts verbieten. Du respektierst Signale, beendest sanfter und gehst leichter weiter in den Tag, ohne Mittagstief oder Schuldgedanken im Gepäck.